Stellungnahme zum geplanten Mindestlohn

von: 
kommoguntia

Die geplante Einführung eines Mindestlohns für Praktikanten hat in der PR-Branche zu Diskussionen geführt. Wir nehmen dazu wie folgt Stellung:

Wir begrüßen die geplante, flächendeckende Einführung eines Mindestlohns für freiwillige Praktika über sechs Wochen. Langzeitpraktikanten arbeiten trotz geringer Löhne häufig wie vollwertige Mitarbeiter in Unternehmen oder Agenturen mit. Diese prekären Beschäftigungsverhältnisse werden reduziert und Praktikanten erhalten die finanzielle Wertschätzung, die ihnen zusteht. Da sich Unternehmen wie Agenturen nun noch stärker um eine gute Einbindung der Praktikanten bemühen müssen, kann die Qualität der Praktika mittelfristig steigen.

Praktika sind wichtig. Wir als Studierende erhalten während unseres Praktikums wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt. Andersherum können Unternehmen und Agenturen ihre künftigen Mitarbeiter besser kennenlernen. Deshalb begrüßen wir die geplanten Ausnahmen für Pflichtpraktika und Praktika unter sechs Wochen. Diese Regelung ermöglicht es auch weiterhin, diesen wichtigen Austausch kostengünstig für beide Seiten durchzuführen. Ein sechswöchiges Praktikum ist dabei nach unseren Erfahrungen ausreichend, um einen guten Einblick in das Unternehmen zu erlangen.

Wir wünschen uns eine kostendeckende Vergütung der Pflichtpraktika. Pflichtpraktika sollten für Studierende kostenneutral durchzuführen sein. Die Forderung, sich dabei am Bafög-Satz zu orientieren und regionale Gegebenheiten zu beachten, unterstützen wir.